Drama in Leipzig: Entlaufener Tiger von Polizei erschossen
Beschauliche Ruhe im Schkeuditzer Ortsteil Dölzig.Der Tag nach dem Tigeralarm.24 Stunden zuvor herrscht hier Ausnahmezustand.In der Nähe von Leipzig, im Gewerbegebiet Schkeuditz, entkommt am Sonntagmittag ein Tiger aus seiner privaten Anlage.Ein 73-Jähriger wird von dem Tier verletzt.Polizisten erschießen den Tiger schließlich an einer Kleingartenanlage.
Ausgebüxt ist die Raubkatze aus diesem Gehege.Halterin Carmen Sander, Zirkusdomtörein, nennt sich selbst Queen of Tigers.Sie beherbergt privat seit längerem mehrere Raubkatzen, so auch Sandokan, den erschossenen Tiger.Laut Sander ein unsicheres und schnell überfordertes Tier, damit gefährlich.Wiederholt werfen ihr Tierschützer mangelnde Haltungsbedingungen vor, so auch 2025, als wir sie besuchen.
Bin natürlich 30 Jahre ausgebildet.Ich weiß also, wie man einen Tiger führt.Und nein, ich gebe meine Tiere nicht ab.Das ist mir ganz wichtig, nochmal zu erwähnen.
Nach dem Tigervorfall fordert die Tierschutzorganisation Peter Konsequenzen.Heißt ein bundesweites Verbot der Wildtierhaltung.
Weil neben den Gefahren, die von diesen Tierhaltungen ausgehen, geht es natürlich auch um den Tierschutz, weil die Tiere werden auf wenigen Quadratmetern gehalten.
Schätzungen zufolge werden etwa 50 bis 100 Tiger und Löwen in Deutschland privat gehalten.Die Menschen in Dölzig sind gespaltener Meinung über das Tigergehege in ihrem Ort.
Es war eigentlich zu erwarten, dass irgendwann mal was passiert.Die Tiger gehören einfach nicht dorthin.
Wie oft bricht ein Tiger aus?Also ja.
Vielleicht bis mehr Sicherheit einbringen und dann ist es vielleicht besser.
Auf eine aktuelle Interviewanfrage hat Carmen Sander nicht reagiert. reagiert.
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